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Reporterin Angela möchte zusammen mit ihrem Kameramann die Arbeit einer Feuerwehrstation bei Nacht dokumentieren. Nach kurzer Zeit geht ein Notruf ein und Angela rückt zusammen mit der Feuerwehr aus, um eine eingeschlossene Person zu befreien. In dem Miethaus angekommen nimmt der Horror seinen Lauf. Scheinbar ist das Haus von einem mysteriösen Virus befallen, der die Bewohner in blutgierige Monster verwandelt…

Der Film beginnt wie eine freundliche kleine Doku von nebenan über eine Feuerwache in Barcelona, die erste Viertelstunde passiert auch mal ein gepflegtes großes Nichts. Jedoch kurz nach dem Eindringen ins besagte Haus schlägt die Stunde des Kameramanns. Die extrem verwackelte Handkamera erzeugt zwar einerseits großes Tempo, bringt den Zuschauer aber auch häufig in die Nähe eines akuten Seekrankheitsanfalls. Ich bin mir nicht sicher, ob man Blair Witch dankbar sein sollte, dieses Stilmittel populär gemacht zu haben. Trotzdem ist das Konzept von Doku/Zombie-Anteilen interessant. Oftmals wird dadurch eine spannende Atmosphäre generiert, auch wenn zwischendrin im Film immer wieder Längen auftauchen, wenn irgendwelche uninteressanten Nebenfiguren interviewt werden. Ein kleines Lob auch an das Script, das sich tatsächlich bemüht, den Hintergrund um das Auftreten der Untoten aufzulegen und nicht einfach sagt, so das ist jetzt eben so. Auch das spanische Anti-Zombie Kommando ist von der ganz fixen Sorte, der erste lebende Tote hat gerade mal seine Jungfernmahlzeit eingenommen, schon stehen die Jungs fertig und uniformiert vor der Haustür, thats committement. Warum Zombies in Filmen dieser Art eigentlich immer als furchtbar lästige Nervkühe dargestellt werden, möchte ich auch gerne mal wissen, die Kuh fuchtelt und brüllt durch die Landschaft, dass es eine wahre Freude ist (oder auch nicht)
Rec ist ein netter Zombiestreifen, der meiner Ansicht nach etwas überbewertet wird. Kein Meilenstein des Genres.
6/10 

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